Immer wieder gern kooperiert die LAG Lesben in NRW mit dem Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund/Köln. Auch in diesem Jahr sind wir vom 24. bis 29. März 2020 wieder dabei und freuen uns besonders auf die Sektion „begehrt! – filmlust queer“.

Unsere Filmtipps zum Festival:

Im stillen Laut

Erika und Tine sind 81 Jahre alt und seit 40 Jahren ein Paar. Die beiden Frauen leben auf einem selbst ausgebauten Hof in Brandenburg und schauen auf ein bewegtes Leben zurück. In der DDR mussten beide um persönliche und künstlerische Freiräume kämpfen und rangen täglich mit dem Sozialismus, erst recht aber mit dessen real existierenden Widersprüchen. Anders als andere DDR-Kulturschaffende, die an der Ablehnung ihrer Kunst und Ideen zerbrachen, blicken beide heute humorvoll auf die vielfältigen Dokumente ihres Lebens und kontextualisieren und konterkarieren die zahlreichen Stasiakten mit ihren eigenen Erinnerungen, Fotos, Gemälden, Skulpturen und Texten. Sie nutzen die Gespräche mit der jungen Regisseurin, um einen genauen Blick in die eigene (DDR-)Vergangenheit, aber auch in die Nachwendezeit, in Gegenwart und Zukunft zu werfen.

Was vermag Kunst in gesellschaftspolitisch herausfordernden Zeiten? Wie kann man sich selbst, der Kunst und den eigenen Idealen treu bleiben? Wo sind Frauen bis heute konfrontiert mit struktureller Benachteiligung? Wie lassen sich gemeinsam gesellschaftliche Missstände ausräumen? Indem der Film ganz selbstverständlich bei seinen Protagonistinnen bleibt, gelingt eine betörend klare Erzählung über Freiheit, Autonomie, Kreativität und Sozialität – und nicht zuletzt eine wunderbare Ode an die Liebe.

The Cancer Journals revisited

“The Cancer Journals revisited” is prompted by the question of what it means to re-visit and re-vision Black lesbian feminist poet Audre Lorde’s classic 1980 memoir of her breast cancer experience today. At the invitation of filmmaker Lana Lin, who was diagnosed with breast cancer in 2010, twenty-seven writers, artists, activists, health care advocates, and current and former patients recite Lorde’s manifesto aloud on camera, collectively dramatizing it and producing an oration for the screen. The film is both a critical commentary and a poetic reflection upon the precarious conditions of survival within the intimate and politicized public sphere of illness.