Die LAG Lesben in NRW ist Teil des Aufbaus einer Meldestellenstruktur

Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) NRW macht einen wichtigen Schritt und schreibt ein Verfahren zur Einrichtung einer Meldestelle für Queerfeindlichkeit aus. Dieses Vorhaben war in den Jahren zuvor in der gemeinsamen Diskussion von MKFFI und queeren Organisationen im Aktionsplan „Impulse 2020“ entwickelt worden. Zusammen mit dem Queeren Netzwerk NRW e.V. als Projektträger, dem LSVD NRW, dem Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW und dem rubicon e.V. nimmt die LAG Lesben in NRW 2022 die Arbeit für die Entwicklung einer „Meldestelle Queerfeindlicheit“ auf. Damit wird in NRW eine empfindliche Lücke gefüllt: Denn es fehlt bislang jede Erhebung zu LGBTIQ*-Feindlichkeit als Motiv von Gewalt und Diskriminierungssituationen. Im Sommer 2023 wird die Meldestelle ihre konkrete Arbeit aufnehmen. Es ist gut, dass sich die Expert*innen konzentriert mit einem zukunftsfesten Konzept darauf vorbereiten können.

Bemerkenswert ist auch, dass hier die genannten queeren Organisationen gemeinsam ein derartig wichtiges Projekt durchführen. Die Meldestelle wird in enger Kooperation und begleitet von einer gemeinsamen Steuerungsgruppe aufgebaut.

Dabei wird die Meldestelle Queerfeindlichkeit Teil eines bundesweit einzigartigen, koordinierten Systems von insgesamt fünf Fachstellen sein: Neben dem Bereich der Meldestellen zu Gewalt und Diskriminierung mit Motivlage Antisemitismus wird es in NRW zukünftig Meldestellen zu Antiziganismus bzw. Gadjé-Rassismus, zu antimuslimischem Rassismus, zu anti-Schwarzen, anti-asiatischen und anderen Formen von Rassismus geben.

 

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