Mitte der 2000er Jahre nimmt die Projektarbeit der LAG Lesben in NRW Fahrt auf. Damit ist sie inzwischen traditionell und einmal mehr Unterstützerin und Multiplikatorin für Aktionen, Veranstaltungen, Vernetzung und eine kraftvolle Öffentlichkeit für lesbische Anliegen und Alltage.

Die Projektarbeit stärkt die selbstorganisierten Strukturen lesbischer Initiativen und LAG-Gruppen vor Ort in NRW. Diese Projektarbeit zu begleiten, ist ein wesentlicher Bestandteil der Aufgaben der LAG Lesben in NRW. Schon seit ihren Anfängen als Landesorganisation koordiniert sie die Weitergabe von Förderungen aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen an die Mitgliedsgruppen und andere lokale Kooperationspartner*innen – quer durch NRW. Schließlich soll lesbische Sichtbarkeit in der Fläche stark sein – und Spaß machen!

Die thematische Bandbreite ist groß – einige ausgewählte Beispiele etwa aus dem Jahr 2005 geben einen kleinen Einblick:
Mit einer Ausstellung und Vortragsveranstaltungen widmet sich die Rosa Strippe e.V. in Bochum der Geschichte der Verfolgung von Lesben im Nationalsozialismus. In Bonn blickt das Schwulen- und Lesbenzentrum auf die Lesbenbewegung in den 1970er und 80er Jahren – fragt nach Emanzipation und Aufbruch. Dem Anliegen des Geschichtsbewusstseins für lesbenpolitische Kämpfe und dem Generationenaustausch steht mit Erzählcafés – z.B. in Wuppertal bei der Projektgruppe Lesbental – dabei immer wieder und bis heute ein wichtiger Raum zu.
Auch sozialpolitische Fragestellungen werden aufgegriffen: Ob im Austausch und in der Beratung zu lesbischer Seniorinnenarbeit in NRW (mit dem Sozialwerk für Lesben und Schwule e.V. in Köln) oder vor Ort in der frauenberatungsstelle düsseldorf e.V., die sich mit Unterstützung von Carolina Brauckmann (Köln) dem Alter lesbischer Frauen widmet. Mit dem Verein „Amigas“, dem „Netzwerk lesbischer Unternehmerinnen“ aus Köln, sprechen die Teilnehmer*innen einer Veranstaltung über lesbische Führungspositionen. Der Vielfalt e.V. aus Dortmund wiederum gestaltet in seinem „Lesbischen POTTpourri“ eine Broschüre zu lesbischen Müttern und ihren Kindern. Das Schwulen- und Lesben-Zentrum e.V. organisiert mit der Veranstaltungsreihe „LesbenNORMALitäten – Vielfalt / Migration“ den Austausch im Lesbenplenum unter dem Motto „Lesben hier und anderswo“. In Düsseldorf wiederum geht es bei einer Veranstaltung mit Anke Guido (Hamburg) um Menschenrechtsfragen im Kontext lesbischer Lebensalltage international.

Flyer zur Veranstaltungsreihe „HerStory. Aufbruch und Emanzipation. Lesben in den 70er und 80er Jahren“ des Schwulen und Lesbenzentrum Bonn – April 2005 (LAG Lesben in NRW e.V.)
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